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Wasserkraft

Die Schweiz bietet dank ihrer Topographie und beträchtlichen durchschnittlichen Niederschlagsmengen ideale Bedingungen für die Wasserkraftnutzung. 

Die Wasserkraft in der Schweiz hat ein Marktvolumen von um 2 Milliarden Schweizer Franken (bei 5 Rp./kWh ab Werk) und stellt somit einen wichtigen Zweig der schweizerischen Energiewirtschaft dar.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann ein Ausbau der Wasserkraft in der Schweiz.

Und noch zwischen 1945 und 1970 setzte eine regelrechte Blütezeit der Stromproduktion aus Wasserkraft ein.

In diesem Zeitraum wurden viele Laufkraftwerke (im Unterland) als auch die größten Speicherkraftwerke erbaut.

Noch zu Beginn der 1970-er Jahre stammten somit beinahe neunzig Prozent des Schweizer Stroms aus der inländischen Wasserkraft.

Atomenergie verdrängt Wasserkraft

Dieser namhafte Wasserkraft-Anteil von 90 % wurde bedauerlicherweise durch die Inbetriebnahme der schweizerischen Atomkraftwerke (AKW) stark gesenkt.

Bis 1985 nahm der Anteil der Wasserkraft an der schweizerischen Stromproduktion auf bloß noch sechzig Prozent ab.

Und aktuell ist der Anteil an Wasserkaft sogar von den tiefen 60 % auf bloß nur noch bei 56% weitergesunken. Dies, trotzdem ständig von einem Wiederaufbau bzw. Wiederausbau der Wasserkraft in der Schweiz gesprochen wird.

Dies ist - im Vergleich mit dem Ausland - zwar immer noch namhaft, aber in Anbetracht der Tatsache, daß die Schweiz mit ihren Alpenräumen das "Wasserschloß Europas" ist, äußerst mager.

Hätte man die Wasserkraft ab den 70er-Jahren weiter ausgebaut anstatt auf Atomenergie zu setzen, wäre die Schweiz heute komplett autonom in Hinsicht auf ihre Energieversorgung.

Anstattdessen wird heute sogar Atomstrom aus Frankreich und anderen EU-Ländern importiert.

Zwei Drittel der Schweizer Wasserkraft stammen aktuell aus den Bergkantonen Uri, Graubünden, Tessin und Wallis.

Beachtliche Beiträge zur Stromversorgung durch Wasserkraft liefern auch die Kantone Aargau und Bern. Aus Zentralen internationaler Wasserkraftanlagen an Grenzgewässern stammen rund 11% der schweizerischen Wasserkrafterzeugung.

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